16. August 2006
Am Mittwoch, den 16.08.2006 fand das angekündigte Treffen mit dem für den Cuxhavener DSL-Ausbau verantwortlichen
Bauleiter Herrn Reiner Horch (Teamleiter Montage und Betrieb) und Herrn
Jan Tiedemann (verantwortlich für die Planung
der Übertragungs-Technik) statt.
Treffen
war auf dem Cuxhavener Fernsehturm (Friedrich-Clemens-Gerke-Turm (Am
Querkamp)), von dem aus man aus 108 m Höhe trotz diesiger
Witterung einen imposanten Ausblick über Cuxhaven hat.
Bei
sehr guter Stimmung haben wir ein Gespräch mit den beiden
Mitarbeitern der T-Com gehabt, in dessen Verlauf wir den Fragebogen
abarbeiten konnten, der hier in Kürze veröffentlicht wird.
Wir bitten um etwas Zeit, um die Informationen auzuarbeiten. Ist dies
abgeschlossen, werden wir einen Newsletter verschicken.
Vorab
Danken wir den hervorragend vorbereiteten Herrn Horch und Tiedemann
für das konstruktive Gespräch und freuen uns auf die weitere
Zusammenarbeit.
1. Wann und in welcher Reihenfolge werden
die Cuxhavener Ortsteile angebunden?
2. Werden die Ortsteile einzeln angebunden oder findet nach
Abschluss der Umbauarbeiten ein synchrones Aufschalten der DSL-Leitungen statt?
3. Welche Aufgaben haben die silbernen Überbauboxen und welche die
großen grauen Schaltschränke?
4. Sind die DSLAMs bereits mit Technik
gefüllt?
5. Kann der Zeitplan bis Ende Oktober eingehalten werden oder ist der
Ausbau bereits in Verzug geraten?
6. Wird es in den
Ausbaugebieten mit ADSL2+ (16000 kb/s) bzw. VDSL geben?
7. Wird das DSL-Light-Gebiet in Groden auch vom Ausbau betroffen
sein?
8. Worin bestehen die technischen Unterschiede zwischen ISIS und OPAL?
9. Ist die Anzahl der DSL-Ports begrenzt, sodass die Gefahr
besteht, dass für einige DSL-Interessierte kein Anschluss möglich ist?
10. Können Sie etwas zu den angekündigten
Aktionsangeboten sagen?
11. Wie erfahren Fremdfirmen wie bspw. EWE, 1&1 oder GMX, ab
wann sie ihre Kunden via DSL anbinden können?
12. Sind die Mietpreise für die
Fremdanbieter in den Kupfer- und DSL-Glasfasergebieten gleich?
13. Wird es auch in den Glasfasergebieten Dämpfungsopfer geben?
14. Wie und wann ist es zu der
Vermischung von Glasfaser und Kupfer gekommen?
15. War ursprünglich eine Verlegung der
Glasfaser bis in die einzelnen Haushalte vorgesehen?
16. Wie viele Outdoor-DSLAMs werden in Cuxhaven aufgebaut?
1. Wann und in welcher Reihenfolge werden
die Cuxhavener Ortsteile angebunden?
Der Ortsteil
Sahlenburg, zu dem technisch gesehen auch Holte Spangen gehört,
wird voraussichtlich als erster ans Netz gehen. Der technische
Teil soll in der 35 KW fertig installiert sein.
Es existiert jedoch keine vorgegebene Reihenfolge,
in welcher die Ortsteile angebunden werden,
da bei der Inbetriebnahme auch Fremdfirmen mitwirken. Diese Firmen haben
keinen festen Plan vorgegeben bekommen, sondern eine Deadline, bis wann
die Arbeiten abgeschlossen sein müssen.
2. Werden die Ortsteile einzeln angebunden oder findet nach
Abschluss der Umbauarbeiten ein synchrones Aufschalten der DSL-Leitungen statt?
Sobald die
Technik in einem Ortsteil fertig eingebaut ist, steht diese auch
für DSL zur
Verfügung. Der Vertrieb wird anschließend die
Kunden informieren. Sobald die BI erfährt, dass DSL in einem
Gebiet verfügbar ist, werden wir hier darüber informieren.
3. Welche Aufgaben haben die silbernen Überbauboxen und welche die
großen grauen Schaltschränke?
Von der
Funktion her sind die Dachboxen und die Multifunktionsgehäuse (MFG) identisch. Im MFG
können lediglich mehr Kunden gescchaltet werden.
4. Sind die DSLAMs bereits mit Technik
gefüllt?
Mit Ausnahme einer Dachbox in Sahlenburg, ist bis
zum jetzigen Zeitpunkt (16.08.2006) noch keine Technik in die
Kästen eingebaut worden.
5. Kann der Zeitplan bis Ende Oktober eingehalten werden oder ist der
Ausbau bereits in Verzug geraten?
Nach
derzeitigem Stand kann der Zeitplan eingehalten werden. Seitens der
T-Com wird der Abschluss des Ausbaus Ende September angestrebt. Sind die Gehäuse, sowohl MFGs als auch Dachboxen,
und die vorbereitenden Montagearbeiten erst vollständig erweitert, wird der Einbau und die Inbetriebnahme
der Technik ca. drei Wochen in Anspruch nehmen.
6. Wird es in den
Ausbaugebieten mit ADSL2+ (16000 kb/s) bzw. VDSL geben?
Im ersten Schritt
wird DSL 6000 als höchste Geschwindigkeit zur Verfügung stehen;
ggf. werden die DSLAMs durch ein Softwareupdate ADSL2+*-tauglich gemacht. Zu
VDSL* kann derzeit noch keine Aussage getroffen werden.
7. Wird das DSL-Light-Gebiet in Groden auch vom Ausbau betroffen
sein?
Das
genannte Gebiet gehört nicht zu dem derzeit durchgeführten
Ausbau. Herr Horch versicherte aber, dass auch für das Gebiet in
Groden nach einer Lösung gesucht wird. Allerdings werden die
Planungen dort erst nach Abschluss des Ausbaus in den HYTAS*-Gebieten beginnen, also voraussichtlich Ende 2006.
8) Worin bestehen die technischen Unterschiede zwischen ISIS und OPAL?
OPAL bedeutet nichts anderes als Optische Anschlussleitung.
ISIS (Integriertes System zur Bereitstellung von Netzinfrastruktur auf
optischer Basis) ist eine
Weiterentwicklung von OPAL. Auch ist es die Technik, die hier in
Cuxhaven betrieben wird.
9. Ist die Anzahl der DSL-Ports begrenzt, sodass die Gefahr
besteht, dass für einige DSL-Interessierte kein Anschluss möglich ist?
Jein - die Anzahl der Ports ist schon begrenzt (bauliche Aufnahmekapazitäten der Gehäuse), jedoch
wird der DSLAM von der T-Com erweitert, sobald ein
definierter Schwellwert erreicht wird.
10. Können Sie etwas zu den angekündigten
Aktionsangeboten sagen?
Nein, das ist Vertriebssache und kann nicht von der technischen Abteilung beantwortet werden.
11. Wie erfahren Fremdfirmen wie bspw. EWE, 1&1 oder GMX, ab
wann sie ihre Kunden via DSL anbinden können?
Sobald die automatische
Buchung verfügbar ist, erfahren auch die Reseller, dass T-DSL
verfügbar ist. Wann die automatische Buchung möglich ist,
kann nicht abschließend von dem technischen Betrieb der T-Com beantwortet
werden. Dies wird aber vermutlich spätestens nach Abschluss des
Ausbaus möglich sein.
Anmerkung der BI:
Da
es sich bei der EWE TEL nicht um einen Reseller sondern um einen
eigenständigen Netzbetreiber handelt, nimmt sie eine
Sonderstellung ein. Da auch die Mitarbeiter des EWE TEL-Servicepunkts in
Cuxhaven keine Antwort darauf geben konnten, haben wir, die BI, zur
Klärung dieser Frage im Bezug auf die EWE TEL eine Anfrage an
Herrn Masemann in Oldenburg geschickt (siehe Schriftwechsel ) und hoffen auf baldige Antwort.
12. Sind die Mietpreise für die
Fremdanbieter in den Kupfer- und DSL-Glasfasergebieten gleich?
Nein. Der Mietpreis ergibt
sich daraus, was der Fremdanbieter mietet. In den Kupfergebieten handelt es
sich dabei um einen ungebündelten Zugang, d.h. er mietet die Kupferleitung (ohne weitere übertragungstechnische
Kapazitätseinschränkungen).
In den HYTAS-Gebieten kann er aber nur eine gebündelte Leitung mieten.
Gebündelte Leitung bedeutet, dass mit der Leitung definierte Übertragungskapazitäten verbunden sind.
13. Wird es auch in den Glasfasergebieten Dämpfungsopfer geben?
Dies wird in wenigen
Ausnahmefällen nicht zu vermeiden sein und ist mit den physikalischen
Eigenschaften der Kupferader begründet.
Anmerkung der BI:
Die Anschlüsse, bei denen das passieren könnte, liegen sehr weit vom KVz
entfernt. Eine konkrete Entfernung zu nennen, ist nicht so ohne
weiteres möglich, da es dabei wesentlich auf die Qualität der
Kupferleitung ankommt.
14. Wie und wann ist es zu der
Vermischung von Glasfaser und Kupfer gekommen?
Als
der Telefonmarkt für die Konkurenten der T-Com geöffnet
wurde, war es notwendig, dass die analogen Vermittlungsstellen
zu digitalen umgerüstet werden. Nur so konnte dem Wettbewerb
die Nutzung des vorhandenen Netzes ermöglicht werden. Zu diesem Zweck begannen 1995 die Ausbauarbeiten, in
deren Verlauf die ursprünglich vier analogen Vermittlungsstellen Cuxhavens zu
einem digital vermittelnden
Netzknoten (VNK) zusammengefasst wurden. Da zum damaligen Zeitpunkt DSL
noch nicht als Produkt für normale Haushalte zur Debatte stand, war die
Netzstruktur über Glasfaserkabel zukunftsweisend. 1997 war der
Ausbau abgeschlossen.
15. War ursprünglich eine Verlegung der
Glasfaser bis in die einzelnen Haushalte vorgesehen?
Nein, für
Cuxhaven war dies nie vorgesehen. Hier wurde von Beginn an die so genannte FTTC-Technik geplant. Bei uns wird in den HYTAS*-Gebieten eine gemischte Verkabelung eingesetzt. Wird FTTC (Fibre to the Curb) verwendet, liegt das Glasfaserkabel bis in die KVzs* und von dort geht es dann via Kupfer zum Endkunden.
16. Wie viele Outdoor-DSLAMs werden in Cuxhaven aufgebaut?
Entgegen der ursprünglichen Aussage wurde die Zahl auf ca. 80 Kästen erhöht.
26. Juli 2006
Wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich bei Frau
Gesine Seidel (Regionale T-Com Pressesprecherin) und Herrn Carsten
Dietz (Leiter Vertrieb Handel für Privatkunden, T-Com
Niederlassung Nord) bedanken, dass sie sich die Zeit genommen haben,
unsere Fragen in einem persönlichen Gesppräch zu beantworten.
Auch Herrn Rüdiger
Staats (Leiter Regionale Planung in der Technischen Infrastruktur
Niederlassung Nord/T-Com), der persönlich nicht anwesend sein
konnte, gilt unser Dank für die telefonische Unterstützung,
die er uns gegeben hat.
Es
wurde uns weiterhin zugesichert, dass Frau Seidel, Herr Dietz und Herr
Staats für die Beantwortung weiterer Fragen jederzeit zur
Verfügung stehen.
Hier nun der Fragenkatalog:
1. Um welche neue Technik handelt es sich?
2. Wie viele DSLAMs werden in Cuxhaven ungefähr aufgebaut?
3. Sind die DSLAMs schon auf VDSL ausgelegt?
4. Werden größere Straßenbauarbeiten für den Umbau nötig sein?
5. Werden auch die Kupfergebiete mit den DSLAMs ausgestattet?
6. Wann wird welcher Stadtteil / Straße angebunden?
7. Wo beginnt der Aufbau?
8. Werden auch Holte Spangen, Arensch, Berensch, Oxstedt und andere abgelegene Ortschaften angebunden?
9. Wann wird angefangen?
10. Wann soll der Ausbau der Glasfasergebiete abgeschlossen sein?
11. Wann sollen wo welche Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen?
12. Kann man auch langsamere Anschlüsse, zum Beispiel 1000, 2000 usw. bekommen?
13. Bleiben die Preise für die DSL-Anschlüsse die gleichen?
14. Werden Fremdanbieter wie EWE, AOL, 1&1 usw. in den Ausbaugebieten auch DSL anbieten können?
15. Wie kommt es, dass der DSL-Check bei T-Com.de anders ausfällt, als bei T-online.de.
16. Wie erfahre ich, ob ich nun DSL bekommen kann?
1. Um welche neue Technik handelt es sich?
Die
Technik hat in dem Sinne keinen eigenen Namen. Es werden aber
vorhandene Kabelverzweiger * (KVZ - graue Schaltschränke an den
Straßen) mit sogenannten Outdoor-DSLAMs * erweitert. Die Art der Erweiterung ist von den jeweiligen
örtlichen Gegebenheiten abhängig.
2. Wie viele DSLAMs werden in Cuxhaven ungefähr aufgebaut?
Es müssen ca. 60 DSLAM aufgebaut werden.
3. Sind die DSLAMs schon auf VDSL ausgelegt?
Nein,
zur Zeit kann auch keine Aussage darüber gemacht werden, ob
Cuxhaven VDSL erhält. Dieses Produkt befindet sich noch in
der Erprobung.
4. Werden größere Straßenbauarbeiten für den Umbau nötig sein?
Nein, nur um die vorhandenen und zum Umbau bestimmten KVZ werden im direkten Nahbereich Arbeiten vorgenommen.
5. Werden auch die Kupfergebiete mit den DSLAMs ausgestattet?
Nein,
in den in Cuxhaven bestehenden Kupfergebieten bleibt alles wie gehabt.
In den Kupfer-Randgebieten, wo es bislang aufgrund der
Leitungsdämpfung kein DSL gab, ist eine Einzelfallprüfung
nötig, ob der entsprechende Anschluss über einen anderen KVZ
ab das Netz angebunden werden kann.
6. Wann wird welcher Stadtteil / Straße angebunden?
Eine
konkrete Ausbauplanung konnte uns nicht mitgeteilt werden, da die
Umbauarbeiten in Teilen durch die Stadt Cuxhaven genehmigungspflichtig
sind.
7. Wo beginnt der Aufbau?
In Sahlenburg, in der Nordheimstraße wurde bereits ein erstes Gehäuse aufgestellt.
8. Werden auch Holte Spangen, Arensch, Berensch, Oxstedt und andere abgelegene Ortschaften angebunden?
Der Ausbau betrifft nur das Ortsnetz von Cuxhaven, mit dem Vorwahlbereich
"04721". Für die anderen Vorwahlbereiche konnten leider keine
Aussagen gemacht werden.
9. Wann wird angefangen?
Sofort. Der Ausbau hat bereits in der Nordheimstraße begonnen.
10. Wann soll der Ausbau der Glasfasergebiete abgeschlossen sein?
Ende Oktober, spätestens aber Ende des Jahres 2006 soll der Umbau abgeschlossen sein.
11. Wann sollen wo welche Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen?
Im
Vorwahlbereich "04721" steht nach Abschluss der Umbauarbeiten DSL 6000
als höchste Geschwindigkeit zur Verfügung. Zu DSL 16000 kann
zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden.
12. Kann man auch langsamere Anschlüsse, zum Beispiel 1000, 2000 usw. bekommen?
Ja, es gilt das gleiche Angebot wie in den bereits erschlossenene Kupfergebieten der T-Com.
13. Bleiben die Preise für die DSL-Anschlüsse die gleichen?
Es gelten die gleichen Preise und Leistungen wie in den Kupfergebieten.
14. Werden Fremdanbieter wie EWE, AOL, 1&1 usw. in den Ausbaugebieten auch DSL anbieten können?
Ja, auch Fremdanbieter können dieses Produkt vermarkten.
15. Wie kommt es, dass der DSL-Check bei T-Com.de anders ausfällt, als bei T-online.de.
Die
genannten Firmen waren noch bis vor kurzem voneinander
unabhängige Unternehmen. mit eigenen, nicht synchronisierten Datenbanken. Das Problem tritt verstärkt
in Cuxhaven auf, da hier ein Mischgebiet mit Kupfer- und
Glasfaseranschlüssen besteht.
16. Wie erfahre ich, ob ich nun DSL bekommen kann?
Die
T-Com wird ihre Kunden, die bei Vertragsunterzeichnung eingewilligt
haben, über Produktänderung informiert zu werden,
anschreiben. An einer weiteren Lösung für Kunden anderer
Anbieter wird noch gearbeitet. Des weiteren wird es Anzeigen in der
lokalen Presse geben. Dies erfolgt allerdings erst, wenn der Ausbau
abgeschlossen ist. Sowohl der Juli 2006 in der
Nordersteinstraße wieder eröffnete T-Punkt als auch die
Callcenter können zur Zeit noch keine definitiven Aussagen machen.
* Hierbei
handelt es sich um einen externen
Link .
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